Alkohol


Alkohol wird durch die Vergärung bzw. Destillation unterschiedlicher Grundstoffe gewonnen. Die daraus hergestellten Getränke haben einen unterschiedlich hohen Alkoholanteil.

Der Alkohol ist seit ca. 10.000 Jahren Begleiter des Menschen. Bereits im 3. Jahrtausend v.Chr. wurde von den Sumerern auf einer Keilschrifttafel die Herstellung von Bier beschrieben. Bereits in Ägypten wurden Arbeitslöhne in Brot- und Biereinheiten angegeben. Die Griechen und Römer schätzten ebenfalls den Alkohol. Da Alkohol jedoch nicht haltbar gemacht werden konnte und nur zeitweilig verfügbar war kam es im Altertum nicht zu einer nennenswerten Entwicklung der Alkoholerkrankung. Dies änderte sich erst durch die Haltbarmachung und weitere Verbreitung und ständige Bevorratung von Alkohol. Heute ist Alkohol praktisch in allen Ländern ständig verfügbar.

Im Handel werden heute sehr unterschiedliche alkoholhaltige Getränke angeboten, deren Alkoholgehalt, je nach Sorte, variiert.

Bei regelmäßigem Alkoholkonsum kann sich die Alkoholabhängigkeit entwickeln, bei Jugendlichen schneller als bei Erwachsenen. Dies führt bei Abhängigen zu Entzugserscheinungen wie morgendlichem Zittern, Unruhe, Appetitlosigkeit, Schweißausbrüchen usw.. Weitere Folgen können sein: das Delir, depressive Störungen mit Suizidgedanken bis hin zur Alkoholpsychose und zum Korsakowsyndrom.

Die Wirkung hängt von der aufgenommenen Menge und von der Alkoholkonzentration des jeweiligen Getränkes ab sowie von unterschiedlichen persönlichen Merkmalen des Konsumenten.
Der Alkoholkonsum birgt Risiken, die sich z. B. in der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit bemerkbar machen, sowie der Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit. Hieraus ergeben sich bekanntermaßen erhöhte Unfallzahlen im Straßenverkehr und Haushalt.

Alkoholabhängige sind nicht in der Lage ihren Alkoholkonsum zu kontrollieren, d. h. zu steuern. Daher bleibt nur eine dauerhafte Abstinenz, um die Krankheit zum Stillstand zu bringen.
Je länger die Alkoholkrankheit besteht, desto gravierender werden die Folgen körperlich, seelisch und sozial sein.


Risiken

  • Gefahr der physischen und psychischen Abhängigkeit
  • Alkoholvergiftung bei Überdosierung
  • Schädigung innerer Organe, der Gehirnfunktion und des Nervensystems
  • Persönlichkeitsveränderung, Wahnvorstellung, Delirien
  • Unfallgefahren im Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen jeglicher Art

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Glücksspielsucht


Bei der Glücksspielsucht handelt es sich seit 2001 um eine Erkrankung, deren Therapie von den Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen übernommen wird.

Spielen ist menschlich, das Spiel als solches gibt es seit den Anfängen der Menschheit. Spielen ist eine zweckfreie Tätigkeit und gehört zu den "Grundelementen der individuellen, sozialen Reifung". Kinder lernen spielerisch ihre Welt zu erforschen In allen Lebensphasen hat das Spiel seinen Raum. Es fördert soziale Kontakte, bewirkt aber auch eine Distanz zum Alltag.

Pathologisches Glücksspiel ist ein beharrlich wiederholtes Spielen, das trotz negativer Konsequenzen durchgeführt wird. Diese können soziale, berufliche oder materielle, einschließlich familiärer Werte sein. Es kommt zu hohen Verschuldungen, Zerstörung von Ehen und Familien und negativen sozialen Konsequenzen.

Das Glücksspiel beherrscht das Leben des Betroffenen, er nimmt jede Gelegenheit zum Spielen wahr, dann unwiderstehliches Verlangen, einen inneren Drang zum Spielen, ist nicht mehr in der Lage, nach Beginn das Spiel zu kontrollieren, hat das Gefühl des „nicht aufhören Könnens“.

Der Spieler erschließt sich jede mögliche Geldquelle, der Beruf, die Familie, das soziale Umfeld wird vernachlässigt, es kommt insgesamt bei einem Spieler zu einem sozialen Rückzug.

Häufig wird ein Lügengeflecht aufgebaut, um den "Schein nach außen zu wahren", es wird heimlich gespielt, bis das Glücksspiel selbst zum Lebensmittelpunkt wird.

Es gibt sehr unterschiedliche Glücksspielanbieter, ob Automatenbetreiber, Lotto, Tippgemeinschaften, Online-Casinos usw. Die Umsätze sind nach dem Jahrbuch "Sucht 2002" auf 52,7 Mrd. gestiegen, wovon 40 % auf Spielen, 20 % auf Spielautomaten und 30 % auf Lotto, 5 % auf Klassenlotterien und 1 % auf Pferdewetten verteilt sind. In Deutschland stehen 197.000 Geldspielautomaten. Die Einnahmen des Staates aus Glücksspielen erhöhen sich auf 8,7 Mrd. Experten schätzen, das ca. 100.000 deutsche Spieler behandlungsbedürftig sind (die Zahlen schwanken je nach Veröffentlichung).

Es ist häufig schwer für Betroffene ihr Problem zu akzeptieren, insofern suchen sie häufig sehr spät Hilfe. Viele Spieler nehmen erst gezwungenermaßen Kontakte zu Hilfsangeboten, sei es Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen oder Fachkliniken auf wenn es zu massiven Problemen mit der Familie, dem Arbeitgeber oder der Justiz gekommen ist.

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Medikamente


wie Schlaf- und Beruhigungsmittel, Schmerzmittel und Aufputschmittel, Stimmulanzien bergen folgende Risiken:

  • Gefahr der psychischen und zum Teil physischen Abhängigkeit
  • bei Überdosierung schwere Organschäden und Tod

Medikamentenabhängige leiden öffentlich kaum wahrgenommen. Es gibt nur wenige erkennbare Anzeichen für Arzneimittelmissbrauch. Betroffen sind zu zwei Dritteln Frauen, sozial integriert und nicht selten stark leistungsorientiert. In den meisten Fällen handelt es sich um Benzodiazepinen und benzodiazepinhaltige Medikamente, die vom Hausarzt verordnet, zu lange eingenommen werden. Suchtexperten verweisen auf eine Untersuchung, wonach 7 Prozent der Patienten von Allgemeinmedizinern und Internisten Medikamente mit Suchtpotential zu lange verordnet bekommen.
Zahlen der deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) belegen: es gibt mindestens 1,4 Millionen Betroffene in Deutschland, ähnlich viele Medikamentenabhängige wie Alkoholiker. Nochmal so viele missbrauchen Medikamente. Den 2000 Behandlungsfällen bei Medikamentenabhängigkeit stehen jährlich 163 000 Behandlungsfälle von Alkoholkranken gegenüber.

In einer Repräsentativerhebung im Jahr 1997 zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen gaben 11,5% der Männer und 19,5 % der Frauen im Alter von 18 bis 59 Jahren an, mindestens einmal pro Woche psychoaktive Medikamente zu konsumieren. In der Altersgruppe von 50-59 Jahren lag dabei der Anteil sowohl bei Männern mit 19% als auch bei Frauen mit 28,3% am höchsten.

Am häufigsten wurden Schmerzmittel (10,9%) eingenommen, gefolgt von Beruhigungsmittel (3%) und Schlafmittel (2,4%). 1,4% aller Befragten gaben an, nicht ohne Schlaf- oder Beruhigungsmittel auszukommen, obgleich diese Personen nicht unter schwerwiegenden Krankheiten litten.

Es gibt Möglichkeiten, auch ohne Medikamente einzuschlafen oder ruhiger zu werden.

Medikamentenabhängige erweisen sich meist als besonders kooperativ. Häufig fehlt es an Angeboten. Der DHS hat gemeinsam mit dem Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) ein Handbuch herausgegeben "Nicht mehr alles schlucken....!Frauen.Medikamente.Selbsthilfe."- dies kann auch im Internet kostenlos heruntergeladen werden unter www.dhs.de oder www.bkk.de .

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Rauchen und Nikotin


Nikotin ist ein Inhaltsstoff der Tabakpflanze, die nach der Trocknung geraucht, seltener geschnupft oder gekaut wird. Lange Jahre war die Behandlung des Rauchers in der Versorgung suchtkranker Menschen kein Thema.

In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass das Rauchen für die Entstehung zahlreicher Erkrankungen verantwortlich zu machen ist. Zwischen 110.000 und 140.000 Todesfälle werden pro Jahr auf die Folgen des Tabakkonsums zurückgeführt.

Trotz zahlreicher Entwöhnungsangebote ist die Zahl der Raucher in Deutschland stabil geblieben. Zunehmend sind seit 1995 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren zum Rauchen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass tabakbedingte Folgeerkrankungen in den nächsten Jahren weiterhin zu den wichtigsten Todesursachen gehören.


Risiken

  • Gefahr der psychischen und physischen Abhängigkeit
  • Durchblutungsstörungen, insbesondere der Herzkranzgefäße und äußeren Gliedmaße durch Verengung und Verkalkung der Blutgefäße
  • erhöhtes Krebsrisiko
  • Erkrankung der Atemwege


Das ist der Grund für den jetzigen Einstieg intensivster Information und Beratung als erste wirkungsvolle Maßnahme zur Motivation des Rauchers abstinent zu werden.


Wesentliche Inhalte der Anamnese des Rauchers sind:

  1. Die Zahl der Zigaretten pro Tag.
  2. Die Dauer des Konsums (Einstiegsalter).
  3. Die Zahl der Abstinenzversuche.
  4. Verwendete Hilfsmittel zur Beendigung des Tabakkonsums.
  5. Angaben zur Umgebung (rauchende Partner, Rauchverhalten am Arbeitsplatz).

Sechs bekannte Kriterien führen zur Diagnose einer Abhängigkeit:

  1. Zwanghafter Zigarettenkonsum.
  2. Eingeschränkte Kontrolle über das Rauchverhalten.
  3. Auftreten körperlicher Entzugssymptome.
  4. Eine Toleranzentwicklung.
  5. Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Substanzkonsums.
  6. Anhaltender Konsum trotz des Nachweises physischer oder psychischer Folgeschäden.

Sind drei dieser sechs bekannten Kriterien positiv, so ist die Diagnose der Abhängigkeit zu stellen.

Die Quantifizierung der Nikotinabhängigkeit ist als sinnvoll erwiesen. Mit Hilfe des Fagerström-Tests für Nikotinabhängigkeit kann nicht nur die Intensität der zu erwartenden Entzugssymptome nach Beendigung des Zigarettenkonsums, sondern auch der langfristige Abstinenzerfolg vorhergesagt werden. Stark abhängige Raucher (FTND > 6.) haben langfristig geringere Aussichten abstinent zu bleiben. Sie bedürfen einer intensiven medikamentösen und therapeutischen Unterstützung.

Typische Entzugssymptome (Schlafstörung, Konzentrationsstörung, Reizbarkeit, Aggressivität, Unruhe, Angst und Depressivität, vermehrte Appetit- und Gewichtszunahme) sollten erfasst und dokumentiert werden.

70 % der Raucher sind bereit, ihren Tabakkonsum in Frage zu stellen. Bezüglich der Motivation von Rauchern sollten

  1. die Relevanz (individuelle Bedeutung) aufgezeigt werden,
  2. die (individuellen) Risiken benannt werden,
  3. Vorteile des Raucherstopps verdeutlicht werden,
  4. alle genannten 4 Punkte bei jedem Folgekontakt wiederholt werden.

Nachweislich erhöht die Weiterbetreuung, die unter Umständen auch nur die Nachfrage nach dem Fortgang des Abstinenzbemühens beinhalten muss, die Erfolgsaussichten. Die persönliche Bedeutung der Abstinenz ist wichtig zu betonen, die Risiken des fortgesetzten Tabakkonsums zu benennen und die positiven Konsequenzen der Abstinenz hervorzuheben, sowie Befürchtungen und Ängste im Zusammenhang mit der Beendigung des Tabakkonsums zu besprechen und auszuräumen.

Es gibt zwei Methoden, die auftretenden Entzugssymptome medikamentös zu unterdrücken. Medikamente erster Wahl sind Nikotinersatzpräparate (Nikotinkaugummi, Nikotinpflaster, Nikotinnasalspray sowie Nikotinlutschtabletten und Sublingualtabletten) sowie das Antidepressivum Bupropion. Als Mittel zweiter Wahl gelten Clonidin, Nortriptylin, beide Substanzen sind wie Bupropion rezeptpflichtig. US-amerikanische und deutsche Leitlinien zur Beratung des Rauchers und Behandlung der Tabakabhängigkeit empfehlen eine möglichst intensive (psycho-) therapeutische Begleitung des Rauchers in Verbindung mit einer temporären Nikotinsubstitution oder Gabe von Bupropion zur Minimierung der Entzugssymptome. Langfristig sind hierdurch Abstinenzquoten von 20 bis 35 % zu erzielen.

Folgende Regeln können helfen, die Abstinenz zu sichern:

  1. Der Abstinenzversuch sollte in einer stressfreien Zeit unternommen werden.
  2. Sämtliche Raucherutensilien sollten beseitigt werden.
  3. Typische Rauchsituationen sollten vermieden werden.
  4. Der Abstinenzwunsch sollte öffentlich gemacht werden.
  5. Die soziale Unterstützung sollte in Anspruch genommen werden.
  6. Vereinbarungen mit anderen Personen helfen dabei, in rückfallkritischen Situationen auf den Tabakkonsum leichter zu verzichten.
  7. Erfolge sollten immer belohnt werden.
  8. Um einer starken Gewichtszunahme entgegenzuwirken, sollen Ernährungsempfehlungen gegeben werden, vermehrte sportliche Betätigung hilft positive körperliche Veränderungen leichter wahrzunehmen und das Gewicht stabil zu halten.

Langfristig sind hierdurch Abstinenzquoten von 20 bis 35 % zu erzielen. Im Gesundheitsamt können Sie ambulant eine therapeutische Raucherentwöhnung in Anspruch nehmen. Die Kosten übernimmt Ihre Krankenkasse.

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Anabolika


Anabolika sind verschreibungspflichtige, muskelaufbauende Präparate und gelten im Leistungssport als Dopingmittel. Risiken:

  • gefährlicher Eingriff in das fein abgestimmte hormonelle Regelkreis- und Rückkopplungssystem
  • hodenschädigende Wirkung (Unfruchtbarkeit)
  • Vermännlichung (Virilisierung) bei Konsumentinnen
  • Sehnen- und Bänderverletzung durch Missverhältnis von Belastung und Muskelkraft
  • Leberschäden
  • psychische Beeinträchtigung bei Dauergebrauch möglich

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Drogen


Drogen, die aus Pflanzenteilen (Marihuana) oder dem Harz (Haschisch) des indischen Hanfs gewonnen werden, bergen folgende Risiken:

  • Gefahr der psychischen Abhängigkeit
  • Verminderte psychische und physische Leistungsfähigkeit
  • Apathie, Antriebslosigkeit
  • Vermindertes Reaktionsvermögen, Gedächtnisstörungen
  • Verminderte Fähigkeit zur Informationsverarbeitung
  • Vermindertes abstraktes Denkvermögen
  • unerwartete Rauschsymptome als Folge mehrtätiger Abbauphasen des Wirkstoffes im Körper (Flashback)
  • Depressiver Rückzug
  • Unruhe, Angst, Panik
  • Psychoseentwicklung (Illusionen, Verkennungen)
  • Persönlichkeitsveränderung
  • Erhöhtes Krebsrisiko ( Lungenkrebs)

Wirkung:

  • verändertes Farb- und Geräuschempfinden
  • verändertes Raum- und Zeitgefühl
  • geistige Abwesenheit
  • Konzentrationsmangel


Cannabis


Cannabis ist weltweit die am häufigsten konsumierte illegale Droge. Cannabis ist der Oberbegriff für Rauschmittel Haschisch (Dope, Shit) und Marihuana (Gras). Der Rausch erzeugende Wirkstoff ist Tetrahadrocannabinol (THC). Die 12-Monats-Prävalenz der 18-29-Jährigen hat sich von 1997-2000 etwa verdoppelt. 9 % der 14-24Jährigen erfüllen die Kriterien eines Missbrauchs, 4-7% entwickeln eine Abhängigkeit von Cannabis.

Basale motivationsfördernde Kurzinterventionen, ergänzt durch kognitiv-verhaltenstherapeutische Sitzungen, zeigen eine signifikante Reduktion des Cannabiskonsums.


Lysergsäure (Diäthylamid) - LSD


Risiken:

  • Gefahr einer psychischen Abhängigkeit
  • "Horrortrip" mit massiven Angstzuständen und Neigung zur Suizidhandlung
  • unvermittelt auftretende Rauschzustände (Flashbacks), noch Wochen oder Monate nach dem letzten LSD-Konsum.

Wirkung:

  • veränderte Sinneseindrücke
  • Halluzinationen
  • Wahnvorstellungen

Kokainhydrochlorid (Kokain) und Crack (Kokainbase)


Risiken:

  • stark ausgeprägte psychische Abhängigkeit mit schneller Dosissteigerung
  • Gefahr tiefer Depressionen, Halluzinationen und Wahnvorstellungen und damit verbunden eine verstärkte Suizidneigung
  • verstärkte Bereitschaft zur Gewalttätigkeit und Aggressionshandlungen
  • Gefahr von Lungen und Gehirnschäden

Wirkung:

  • Betäubung von Hunger-, Durst-, Kälte- und Müdigkeitsgefühl
  • intensivste Gefühlsempfindung, Euphorie
  • Rede- und Bewegungsdrang
  • übersteigertes Selbstwertgefühl
  • Angstzustände und Depressionen
  • schlagartiger Rauscheintritt bei Crack

Heroin

Risiken:

  • starkes Suchtgift, das schnell zu physischer und psychischer Abhängigkeit führen kann
  • Atemlähmung/Herzversagen bei Überdosierung
  • Infektionsgefahr durch nicht sterile Spritzen (AIDS, Hepatitis)
  • Organschäden durch gesundheitsgefährdende Strecksubstanzen
  • körperlicher Verfall

Wirkung:

  • beruhigend
  • einschläfernd
  • schmerzlindernd
  • Losgelöstheit
  • quälende Entzugserscheinungen wie Nervosität, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Erbrechen, schmerzhafte Krämpfe

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Synthetische Drogen


Synthetische Drogen (Amphetamine, Ecstasy, Designerdrogen) werden in illegalen Laboratorien auf chemischem Wege hergestellt. Unbekannte Zusammensetzungen und Dosierungen machen Rauschdauer und Intensität unkalkulierbar und die Konsumenten zum "Versuchskaninchen".


Amphetamine

Risiken:

  • durch psychische Abhängigkeit bedingte schnelle Dosissteigerung
  • erhöhtes Risiko für Menschen mit Vorerkrankungen wie bspw. Blutdruck, Epilepsie, Diabetes und anderen

Wirkung:

  • halluzinogene Effekte
  • Wahnvorstellungen
  • Psychosen und paranoide Zustände
  • Hemmungen abbauend
  • kontaktsteigernd
  • intensivste Berührungsempfindung
  • Steigerung der Sinneswahrnehmung
  • erhöhter Rede- und Bewegungsdrang
  • Verlust von Hunger-, Durst- und Müdigkeitsgefühl


Ecstasy

Risiken:

  • Anstieg der Körpertemperatur bis zu 41°C; die "Überhitzung" des Körpers, die oft einhergeht mit einem extremen Flüssigkeitsverlust, kann den Mineralhaushalt des Körpers so stören, dass es zu Zusammenbrüchen mit Todesfolge kommen kann.
  • Häufiger Konsum von Ecstasy führt dazu, dass die natürliche Serotoninproduktion immer geringer wird. In der Folge können "normale Glücksgefühle" und positive Eindrücke nicht mehr als positiv erlebt werden, es erfolgen oftmals Dosissteigerungen.
  • Bei längerem Konsum oder hohen Dosierungen können Schlafstörungen, Verwirrtheit, Konzentrationsprobleme, Leber- und Nierenschäden, Depressionen, Psychosen und Hirnschäden auftreten.

Wirkung:

  • Wohlgefühl, Verliebtheitsgefühl
  • Hemmungen abbauend
  • kontaktsteigernd
  • intensivste Berührungsempfindung
  • Steigerung der Sinneswahrnehmung
  • Bewegungsdrang
  • Verlust von Hunger-, Durst- und Müdigkeit
  • Gefahr der psychischen Abhängigkeit
  • Erhöhtes Risiko für Menschen mit Vorerkrankungen wie bspw. Bluthochdruck, Epilepsie, Diabetes und anderen


Designerdrogen

Designerdrogen sind durch Veränderungen der chemischen Grundstruktur vorhandener Wirksubstanzen neue chemische Verbindungen, die schwerste Gesundheitsschäden verursachen können und schon in geringen Mengen tödlich wirken.


Richtig reagieren

Nicht alle Probierer von Haschisch werden sofort zum Dauerkonsumenten oder steigen "automatisch" auf andere Drogen um. Oft ist auch vorübergehende jugendliche Neugier Ursache des Konsums. Problematisch wird der Konsum von Drogen und Suchtmitteln jeder Art, wenn man damit etwas anderes ausgleichen will und die Droge so zur "Brücke" wird - Beruhigungsmittel vor Klassenarbeiten, Alkohol, um leichter Kontakt zu bekommen, Haschisch, Ecstasy, um in der Clique Anerkennung zu finden oder um sich "einfach nur" in die richtige Stimmung zu versetzen. Sobald Sie Verhaltensweisen erkennen, die Signale für drogenanfällige Lebenssituationen sein können, sollten Sie darauf ohne Zögern reagieren.

Erziehungs- und Drogenberatungsstellen helfen Ihnen bei der Bewältigung dieser Aufgaben. Drogenabhängige sind Kranke, die Hilfe bedürfen. Je früher Drogenkonsum oder Abhängigkeit bemerkt und angegangen werden, desto größer sind die Heilungschancen für Abhängige.

Drogenprävention ist eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe. Sie ist persönliche und pädagogische Herausforderung für jeden, der Einfluss auf junge Menschen hat und mit jungen Menschen umgeht. Vorbeugung kann nur wirkungsvoll sein wenn wir uns alle gemeinsam dafür engagieren. Niemand darf erwarten, dass allein die Warnung vor dem Konsum von Drogen, bloße Information über die davon ausgehenden Gefahren oder gar abschreckende Darstellung eine ausreichende Vorbeugung gegen Drogengefährdung ist. Teilweise können sie sogar das Gegenteil bewirken

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Aesculap Apotheke

Am Ostentor 5
58239 Schwerte
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